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Film „Sorry for the genozide“
20 Mai . 18:30 – 20:30 UTC+0
Eine dokumentarische Reise in eine komplizierte, doch gemeinsame Geschichte zwischen Namibia und Deutschland, die noch heute präsent ist. Zwischen 1904 und 1908 töteten deutsche Kolonialtruppen im heutigen Namibia bis zu 100.000 Menschen – ein Verbrechen, das Historiker*innen als den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bezeichnen.
Über ein Jahrhundert später will Deutschland diesen Genozid offiziell anerkennen und mit der sogenannten „Joint Declaration“ eine Entschuldigung aussprechen. Doch das Abkommen stößt auf Widerstand innerhalb der betroffenen Communities. Insbesondere die Nachkommen der Ovaherero- und Nama-, sowie der San- und Damara-Communities, die die Gräueltaten direkt trafen, fühlen sich ausgeschlossen. In den Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen bleiben ihre Stimmen ungehört. Sie verlangen Gerechtigkeit und Mitbestimmung über ihre eigene Geschichte. Der Film lässt alle zu Wort kommen, um das zu erreichen, was bisher scheiterte – eine Aussöhnung, die alle Beteiligten einbindet und die Frage nach einer gemeinsamen Zukunft stellt.
Preview im Filmhaus. Die finale Filmversion feiert seine Weltpremiere auf der doxumentale 2026.
In Kooperation mit: Afrika Film Festival Köln, Nürnberger Initiative für Afrika (NIfA).
Einführung: Irit Holzheimer (NIfA), Matthias Fetzer
Land: Namibia/Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Elmarie Kapunda, Lisa Ossenbrink,
Matteo Sant’Unione, Theodora Shandé
Länge: 88 Min.
Sprache: Englisch/Nama
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK: keine Angabe
