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Afrikanische Kinowelten – Kongo im Rausch der Hoffnung
17 Juni . 18:30 – 20:30 UTC+0
Numbi ist ein kleines Dorf in den Bergen der Demokratischen Republik Kongo. Minenarbeiter*innen graben dort teilweise mit bloßen Händen nach Coltan, das auch als „graues Gold“ bezeichnet wird und auf legalem oder illegalem Weg in die industrialisierte Welt gelangt. Coltan ist für fast alle elektronischen Geräte unverzichtbar und seit Jahrzehnten Ursache für Konflikte und Ausbeutung. In Numbi sind die Körper mit Schlamm bedeckt, die Hände mit Blut und das Coltan verschwindet in Taschen – in der trügerischen Hoffnung, am Reichtum teilzuhaben. Der Film dokumentiert den Alltag sowie die ausbeuterischen Arbeits- und Lebensbedingungen in Numbi. Er deckt die Mechanismen des anhaltenden Postkolonialismus auf und legt die heimtückische Logik des globalisierten Kapitalismus der 2020er Jahre offen.

In Kooperation mit: Filmhaus Nürnberg.
Einführung: Larba Nadieba (NIfA), Matthias Fetzer